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Seltsame Urlaube und Sommerpause

Ich habe Urlaub. Genaugenommen beginnt gerade meine zweite Urlaubswoche – zu Hause.
Heimurlaube haben so ihre Tücken. Für mich jedenfalls. Beim letzten fiel mir spontan ein, dass ich bei Ikea ja mal einen dreitürigen Kleiderschrank kaufen könnte. Alleine. Um ihn dann auch gleich zu Hause aufzubauen. Alleine. War keine gute Idee. Aber ich habe es tatsächlich irgendwie geschafft (weiß allerdings bis heute nicht, wie ich die Schranktüren in die Scharniere bekommen habe). Nur so richtig erholsam war die Sache nicht.

Wer nun vermutet, ich hätte daraus gelernt und würde jetzt tiefenentspannt mit einem gekühlten Getränk auf dem Balkon in der Sonne sitzen, könnte nicht falscher liegen. Ich war schon lange nicht mehr so fertig. Auch während des Ikea-Urlaubs nicht. Muskelkater, blaue Flecken, abends halb zehn völlig erledigt in den Tiefschlaf sinken …
„Was macht sie da nur?“ mag sich der geneigte Leser jetzt fragen. Kampfsport-Training? Noch größerer Kleiderschrank? Extrembergsteigen? Alles falsch. Fühlt sich nur manchmal so an.

Ich verbringe den Urlaub auf unserer Hobbybaustelle und erweitere meine Renovierungsfähigkeiten. Das macht einerseits tatsächlich Spaß (ich war vergangene Woche viermal im Baumarkt – Baumärkte ziehen mich an wie andere Frauen Schuhgeschäfte) und es ist extrem befriedigend, wenn man das Ergebnis der eigenen Arbeit sieht. Andererseits merkt man an manchen Tagen nach dem Aufwachen überdeutlich, dass der Körper sonst mit Bürostuhlsitzen und Hirnakrobatik beschäftigt ist. Dafür muss ich mir im Moment immerhin um Sport keine Sorgen machen.
Zwischendurch überkommt mich aber doch schon mal so eine leise Urlaubssehnsucht und ein wenig Fernweh. Jetzt ein bisschen Nichtstun und aufs Meer gucken … hach, wäre auch schön.
Fernweh_klein

Aber dann stehe ich in einem frisch gestrichenen Raum unseres Hauses und sehe förmlich vor mir, wie alles eingerichtet aussieht, und wo meine Lieblings(lese)ecke sein wird. Und dann will ich nicht tauschen.

Die aktuellen DIY-Projekte sind also etwas umfangreicher als üblich. Deswegen habe ich mich dazu entschlossen, den Blog für eine kleine Weile in die Sommerpause zu schicken.
Wir lesen uns ab September wieder. Dann ist aus der Hobbybaustelle ein bewohnbares Domizil geworden (wäre jedenfalls hilfreich), ich kann die schönsten Handwerker-Anekdoten zum Besten geben und die Dos und Don’ts des Häuserumbaus mit euch teilen. Also bleiben Sie dran …

Bis dahin: noch einen schönen Sommer!

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