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Essen & Trinken

Cold Brew. Kalter Kaffee kann so lecker sein.

Ich trinke gerne Kaffee und ich trinke ihn fast täglich. Er gehört zu meinem „Ich komme im Büro an und muss jetzt endlich wach werden“-Ritual. Das ist reine Notwendigkeit, denn eigentlich schmeckt unser Bürokaffee furchtbar. Umso mehr weiß ich guten Kaffee zu schätzen. Den unserer lokalen Rösterei beispielsweise.
Im Sommer darf der Kaffee auch gern mal kalt sein – nicht, weil man es wieder nicht geschafft hat, den Kaffee zu trinken, so lange er heiß ist, sondern weil man sich einen Eiskaffee gönnt. Natürlich kann man dafür ganz normalen Kaffee kochen und den einfach abkühlen lassen. Man kann seinen Kaffee aber tatsächlich komplett kalt brauen (von brühen ist in dem Fall ja nicht mehr die Rede). „Cold Brew“ lautet das in Hipster-Sprech und ich wollte das schon immer mal ausprobieren. Das habe ich nun getan und bin auf der ganzen Linie begeistert.
Bei dieser Methode entsteht sehr langsam ein sehr intensiver Kaffee. Der ist zwar stark wie Espresso, enthält aber deutlich weniger Bitterstoffe, dafür kommen die Aromen der Kaffeesorte gut zur Geltung.
Kaffeekonzentrat_klein
Also besser nicht gleich das ganze Eimerchen füllen, sonst gibt es hinterher Herzrasen.

Wie bereitet man dieses Wundergetränk nun zu?
Das ist denkbar einfach, man benötigt lediglich etwas Geduld – und gemahlenen Kaffee. Für einen halben Liter Wasser braucht man 100 g Kaffee. Beides kommt in ein ausreichend großes Gefäß, einmal gut umrühren, abdecken und mindestens 10 Stunden stehen lassen. Ich habe ein geräumiges Einmachglas genommen und den Kaffeeansatz über Nacht im Kühlschrank geparkt.
Am nächsten Tag habe ich den Kaffee erst durch ein feines Sieb gegossen und dann noch einmal durch einen Filter laufen lassen. Mit dem Kaffeesatz habe ich gleich noch die Blumen gedüngt.

Um ein schmackhaftes, koffeinhaltiges Getränk daraus zu machen, mischt man den Cold-Brew-Kaffee am besten. Als Eiskaffee hat mich eine 1:1 Mischung mit kalter Milch begeistert plus ordentlich Eiswürfel:
Eiskaffee im Glas_klein
Für meinen Geschmack muss da weder Zucker noch sonst was dran. Der Eiskaffee war perfekt und hatte ein leicht schokoladiges Aroma. Aber natürlich könnte man noch eine Kugel Vanille-Eis on top geben.
Der Genießer verzieht sich anschließend zur Kaffeepause auf den Balkon:
Kaffee auf dem Balkon_klein

Aus dem Cold-Brew-Konzentrat lässt sich auch heißer Kaffee machen. Dann einfach mit heißem Wasser mischen. Das ist quasi der Americano unter den Cold-Brew-Kaffees.

Das Beste: Das Kaffee-Konzentrat hält sich im Kühlschrank bis zu 2 Wochen. Theoretisch. Praktisch ist es schon lange vorher alle.
Mich wird diese Entdeckung jedenfalls künftig häufiger vor dem Bürokaffee bewahren. Ich habe einfach für alle Fälle mein Kaffeekonzentrat im Kühlschrank und kann es heiß oder kalt mischen, wenn mich ein akutes Kaffeebedürfnis übermannt.

Habt ihr euern Kaffee schon mal kalt gebraut?

 

 

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1 Comment

  • Reply Home is where the boys are

    Oh wie lecker! Jetzt müsste nur noch die Sonne scheinen. Mein Papa ließ sich immer Zeit beim Kaffee trinken und hatte stets noch einen kalten Rest in seiner Tasse, wenn die Anderen schon fertig waren. Er sagte dann immer: „Kalter Kaffee macht schön.“ Das fand ich immer sehr liebenswert. Hab ein schönes Wochenende! Liebe Grüße

    15. Juli 2016 at 19:18
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