Beleuchtetes Weihnachtsbild auf Leinwand

Ein Adventskranz, der garantiert nicht nadelt

Draußen färben sich auf einen Schlag alle Blätter gelb und segeln zu Boden und eigentlich möchte ich den Herbst noch ein bisschen festhalten. Allerdings kann man nicht bestreiten, dass wir uns mit großen Schritten der Weihnachtszeit nähern. Da muss man sich natürlich ein bisschen vorbereiten, sonst kommt die (wie jedes Jahr) so unverhofft plötzlich.

Ich eröffne also heute die Vor-Vorweihnachtssaison auf dem Blog mit einer Deko-Idee, die sich durchaus auch nach Weihnachten noch gut anschauen lässt: ein beleuchtetes Leinwandbild mit Scherenschnitt.

Die Entstehtungsgeschichte ist übrigens ziemlich typisch für meine Projekte: Sie entwickeln sich  während des Einfach-mal-Machens. Eigentlich wollte ich nämlich nur eine Leinwand mit Cutouts im Scherenschnitt-Stil gestalten. Beim Schneiden überlegte ich, dass doch Beleuchtung auch ziemlich gut wirken müsste. Das Ergebnis war noch nicht ganz überzeugend, also malte ich weiter und probierte verschiedene Dinge aus. Und jetzt bin ich richtig glücklich damit.
Aber der Reihe nach …

Wie gestalte ich ein bleuchtetes Weihnachtsbild?

Scherenschnitt Weihnachtsbild

Material

  • Keilrahmen-Leinwand (es können ruhig die günstigen sein)
  • Bleistift zum Vorzeichnen
  • Bastelmesser und/oder -skalpell
  • Farbe und Pinsel für die Leinwand (hier habe ich graue Kreidefarbe und „Inkagold“ in Silber verwendet)
  • LED-Lichterkette (meine hat 40 Lichter, weniger geht auch)
  • Tonkarton und Klebeband
  • Gelstift in Weiß

Motiv auf die Rückseite übertragen

Ich wollte einen weihnachtlichen Kranz gestalten. Dafür habe ich mir am Anfang eine Skizze gemacht (nachdem ich mir auf Pinterest viele illustrierte Kränze angeschaut habe). Da ich Elemente ausschneiden wollte, durften die Formen nicht zu kompliziert sein.
Die Vorlage habe ich direkt auf die Rückseite der Leinwand gezeichnet – beim Kreis hat der Zirkel geholfen. Einfach Blätter, Tannenzweige und Beeren frei Hand aufmalen. Da man die Rückseite nie sehen wird, ist es nicht schlimm, wenn man die Vorzeichnung mehrere Male korrigiert. Ich weiß, wovon ich rede …

Elemente ausschneiden

In jedes Element meines Kranzes habe ich erst einen Schnitt mit dem Bastelskalpell gesetzt und danach die Form mit einer kleinen spitzen Schere ausgeschnitten. Die Tannenzweige kann man einfach federförmig einschneiden und die Schnitte dann noch einmal verstärken (indem man ganz schmale „Dreiecke“ schneidet).
Dieser Teil hat definitiv am längsten gedauert, der sorgt allerdings am Ende auch für den Wow-Effekt.

Adventskranz als Scherenschnitt

Wie man sehen kann, habe ich auf halber Strecke das Motiv noch etwas verändert und die Schleife an eine andere Stelle gepackt.

Leinwand bemalen

Erst wollte ich die Leinwand weiß lassen und ein Papier in Kontrastfarbe dahinterlegen, allerdings habe ich mich ziemlich schnell dagegen entschieden. Die Farbschicht gibt der Leinwand nämlich noch Stabilität – durch die ausgeschnittenen Elemente verliert sie etwas Spannung.
Ich habe mich für eine graue Kreidefarbe entschieden (die Farbe hatte ich sowieso noch und Grau geht immer). Für etwas mehr weihnachtlichen Glamour kam noch Silber in Form von „Inkagold“ dazu. Mit dem relativ trockenen Pinsel einfach einige Striche auf die Leinwand malen, vor allem an den Rändern und in den Ecken.

Leinwand mit Cutouts und grauer Farbe

Kontrast und Beleuchtung

Damit die ausgeschnittenen Elemente gut zu sehen sind und später gleichmäßig leuchten, muss die Rückseiten der Leinwand entsprechend präpariert werden. Dafür brauchst du zwei Rechtecke aus weißem Tonkarton. Das eine Rechteck (bei mir ein Quadrat) sollte ca. 5-10 mm größer sein als die Fläche innerhalb der Leinwandhölzer. Das zweite Rechteck schneidest du so zu, dass es 1 cm kleiner als die komplette Rückseite ist.

Das kleinere Tonkarton-Rechteck wird direkt auf die Rückseite gelegt und unter den Leinwandrahmen geschoben (das ist ein bisschen friemelig). Auf diesen Karton kannst du jetzt die Lichterkette legen und mit Klebeband festkleben, damit alles an Ort und Stelle bleibt.

Wenn alles passt, legst du den größeren Karton auf die Rückseite und klebst ihn an den Rändern mit Klebeband oder Maskingtape fest. Nachdem ich das Bild schon einige Tage in der Wohnung herumgetragen und -geräumt habe, würde ich jetzt etwas Kraftvolleres als Maskingtape nehmen, dann hält es dauerhaft.

Das Bild fertigstellen

Theoretisch könnte man das Bild an dieser Stelle schon aufstellen. Es funktioniert. Mir hat es aber noch nicht richtig gefallen, deswegen habe ich nun noch weitere Elemente, Blätter, Beeren etc. an meinem Kranz ergänzt. Mit einem weißen Gelstift geht das super und die Optik passt auch gut.
Jetzt sieht der Kranz auch unbeleuchtet interessant aus und man kann mehr entdecken.
Da ich einige der Blätter komplett weiß ausgemalt habe, sieht man auf den ersten Blick nicht, was ausgeschnitten und was gemalt ist. Der Aha-Effekt entsteht erst beim Anschalten der Lichterkette.

Diesen Adventskranz kannst du jedes Jahr wieder aus dem Keller holen. Wie praktisch. Wenn du aber doch noch lieber einen „echten“ hättest, kann ich dir auch weiterhelfen. Im letzten Jahr habe ich eine Anleitung geschrieben, wie man einen schlichten Adventskranz selber binden kann.

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So wird aus einer Leinwand ein beleuchtetes Bild Weihnachtsdeko

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