Rumkugeln dreierlei

Geschenke aus der Küche

„Einmal Rumkugeln bitte.“
„Aber gern, wenn Ihnen der Boden hier nicht zu dreckig ist …“

Natürlich kann ich nicht anders, als diesen Beitrag mit einem Kalauer zu beginnen. Jetzt hätten wir das hinter uns und können uns den ernsthaften Dingen zuwenden: Warum habe ich bisher eigentlich noch nie Rumkugeln selber gemacht? Ich mag die nämlich gern, bin aber erst vor ein paar Tagen auf die Idee gekommen, mich dafür selbst in die Küche zu stellen. Und siehe da: Das Selbermachen ist überhaupt kein Problem.
Jetzt ist ja die Zeit, in der man schon mal über kleine Weihnachtsmitbringsel nachdenken kann, und diese Süßigkeit eignet sich wirklich gut (für Erwachsene).

Rumkugeln als Geschenk verpackt

Selbstverständlich gibt es gleich Rumkugel-Variationen. Als ich in der Küche stand, hat sich die Experimentierfreude gemeldet und so kann ich auch Rumkugeln ohne Rum präsentieren (strenggenommen müssten die dann anders heißen, aber wir sind ja hier unter uns).

Rumkugeln mit Rum, Rumkugeln ohne Rum mit Kaffee, Rumkugeln mit Gin ohne Rum

Drei Sorten sind in meinem Küchenexperiment entstanden und ich finde sie alle drei sehr, sehr lecker.

Die Basis für Rumkugeln ist übrigens Rührkuchen. Deswegen sind die auch die perfekte Resteverwertung für trocknen Marmorkuchen & Co. Ich hatte keine Kuchenreste und musste spontan auf Fertigkuchen zurückgreifen, aber beim nächsten Guglhupf plane ich vor.

Rumkugeln das Grundrezept

  • 350 g Rührkuchen
  • 6 EL Rum
  • 1 Fläschchen Rum-Aroma
  • 2 EL Puderzucker
  • 1 EL Kakao zum Backen
  • 200 g (Zart-)Bitterschokolade
  • Schokostreusel

Den Kuchen in einer Schüssel zerbröseln. Es ist übrigens kein Problem, wenn Schokoglasur am Rührkuchen ist, einfach mit zerkleinern.
Rum und Rum-Aroma unter die Kuchenkrümel rühren.
Bitterschokolade im Wasserbad schmelzen. Puderzucker und Kakao mit der geschmolzenen Schokolade unter die Kuchenmasse rühren.
Mit den Händen (ggf. anfeuchten) Kugeln formen. Die Kugeln anschließend in den Schokostreuseln wälzen. Die Streusel haften am besten, wenn die Kugeln noch etwas feucht sind. Später härten sie noch aus.

Kugeln mit Kaffee

Rumkugeln ohne Rum mit Kaffee

Dafür lässt du einfach das Rum-Aroma weg und ersetzt die 6 EL Rum durch 6 EL starken (abgekühlten) Kaffee. Alles andere funktioniert genau wie bei den klassischen Rumkugeln. Die Kugeln werden ein kleines bisschen dunkler, für Kaffeefans ein tolles Geschenk.

Gin-Kugeln

Ginkugeln als Alternative zu Rumkugeln

Da ich für meine Ginkugeln auch Marmorkuchen als Basis genommen habe, ist der Kern hellbraun geworden. Mit klassischem Rührkuchen werden sie noch heller.

  • 350 g Rührkuchen
  • 6 EL Gin
  • 3 EL Puderzucker
  • 2 EL Soft-Cranberries
  • 200 g weiße Schokolade
  • Schokostreusel

Für diese Sorte solltest du Rührkuchen ohne Schokoglasur verwenden.
Gib den Gin zu den Kuchenbröseln und rühre den Puderzucker unter. Die weiße Schokolade lässt du wieder im Wasserbad schmelzen. Währenddessen schneidest du die Cranberries klein (halbieren oder vierteln) und gibst sie zur Kuchenmassen.
Die flüssige weiße Schokolade rührst du ebenfalls unter und formst anschließend Kugeln wie oben beschrieben. Der krönende Abschluss wären natürlich weiße Schokostreusel, aber die waren bei uns in der Umgebung nicht aufzutreiben.

Tipp: Wenn du Abwechslung magst, dann halbiere die Mengen einfach und mach aus einem Kuchenrest zwei unterschiedliche (Rum-)Kugelsorten.

selbstgemachte Rumkugeln Rezept

Die Pralinen schmecken natürlich frisch am besten, halten sich aber auch eine Weile. Die mit Alkohol theoretisch 2 Wochen (so lange haben es meine allerdings nicht geschafft, die waren viel schneller aufgegessen), die Kugeln mit Kaffee besser innerhalb von 3-4 Tagen essen.

Pin mich:

Rumkugeln mit Gin, Rum und Kaffee

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.