Fünf Fragen am Fünften – Oktober

Diesmal geht es um eine Stadtautobahn, fehlende Socken und Kellergeschichten

Da ist er, der Herbst, der Lieblingsmonat. Ich freu mich auf den Oktober, aber bevor ich mich so richtig hineinstürze (ich spekuliere auf Herbstspaziergänge, ganz viele neue Bücher und nicht zu wenige Kreativprojekte), gibt es eine kleine Fragerunde. Ich antworte, Nic fragt, ihr könnte einfach lesen, was mir (oder anderen) dazu eingefallen ist. Los geht’s.

1. Was ist der seltsamste Ort, an dem du je aufgewacht bist?

Seltsam wird es manchmal auf Reisen, wenn ich mich morgens frage, wo ich hier eigentlich gelandet bin. Als ich noch jung war und eine bequeme Matratze keine Priorität hatte, wurden die Übernachtungsplätze schon mal kreativ. Ich hätte da zum Beispiel im Repertoire: einen Kiesstrand an einem ausgetrockneten See im spanischen Nirgendwo (auf einer hauchdünnen Isomatte …), eine Raststätte an der Stadtautobahn in Lyon, eine alte Scheune mit Heu in Schweden. Und erst kürzlich ein Zimmer in einem alten Chateau mit Tür zu einer minikleinen Privatkapelle voller Spinnenweben und Heiligenfiguren.

2.  Bald ist Halloween… magst du eigentlich Kostümparties?

Ich mag ja nicht mal Halloween und verweigere mich der Nummer jedes Jahr. Als alter Protestant feiere ich natürlich Reformationstag und backe Reformationsbrötchen. Das geht auch ohne sich zu verkleiden ;-).
Zu Kostümparties habe ich ein gespaltenes Verhältnis. Mottoparties finde ich durchaus mal nett, es kommt halt sehr aufs Motto an (unvergessen ist eine James-Bond-Silvesterparty mit dem Titel „Morgen ist ein anderer Tag“).
Wir halten also fest: Ich bin eine Halloween-Spaßbremse. Das bestätigt auch die nächste Frage (ladet mich lieber zu anderen Parties ein :-)).

3. Was ist das Unheimlichste, das du jemals gemacht hast oder das dir jemals passiert ist?

Dazu fällt mir tatsächlich kaum was ein. Die Kategorie „unheimlich“ lasse ich bei Unterhaltung gern links liegen. Die mag ich einfach nicht und die tut mir auch nicht gut. Dafür kann ich im Finstern auch mal mit der Taschenlampe durch den Wald gehen. Zugegebenermaßen mache ich das auch nicht unbedingt allein.
Als Kind fand ich unseren Keller immer unheimlich (das denkt vermutlich jedes Kind – natürlich nicht über unseren Keller).

4.  Findest du , dass die schlechten Tage oder gar schlechte Zeiten auch zum Leben gehören?

Wäre es nicht schön, wenn immer alles reibungslos laufen würde, wenn sich Probleme auf das Verschwinden der zweiten Socke in der Waschmaschine beschränken und sowieso alles so klappt, wie man sich das eben vorgestellt hat? Im ersten Moment: Ja! Im zweiten Moment: Ich weiß nicht.
Schlechte Tage und schlechte Zeiten gehören zum Leben. Nicht, weil man sie sich ausgesucht hätte. Sicher nicht. Aber sie schaffen manchmal etwas, das auf andere Weise vielleicht nicht so möglich gewesen wäre: Man wächst. In die Tiefe und manchmal auch über sich hinaus.
Meldet man sich deswegen freiwillig dafür? Also ich nicht.
Aber es ist gut, wenn man Beispiele dafür entdeckt, dass manchmal auch in einem Haufen Dreck etwas Schönes zu finden sein kann. Und solche Tage/Zeiten sind für mich noch mehr Ansporn, mich an all den guten Tagen zu freuen. Und die sind in der Überzahl.

5.  Machst du gern Komplimente?

Ganz unbedingt. Komplimente, Lob, ein paar nette Worte. Man braucht dafür nicht mehr, als ein bisschen Aufmerksamkeit. Und es ist so schön, wenn andere dadurch aufblühen oder man ihnen den Tag ein bisschen versüßt.

Und was fällt dir zu diesen Fragen ein? Noch mehr Antworten als Inspiration gibt es wieder hier.

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