Vom Pappkarton zum Notizbuch

Die einfachste Art, ein Tagebuch zu binden

Eigentlich wollte ich heute über ein ganz anderes Thema schreiben. Wirklich ganz anders. Aber dann fiel mir auf, dass sich am Sonntag bei 5 Blogs – 1000 Ideen alles ums Thema Pappe dreht. Und ich arbeite wirklich sehr gern mit Papier und Pappe. Im Keller stand noch ein leerer Versandkarton. Und ich brauchte eigentlich noch ein Herbsttagebuch …

Es kam also eins zum andern. Allerdings war schon Samstag und ich hatte noch ziemlich genau eine Stunde Zeit, um das Projekt inklusive Fotos umzusetzen, bevor ich für den Rest des Tages unterwegs sein würde.

Aber die Idee reizte mich sehr, denn ich wollte dir gern zeigen, dass man auch aus Resten und vermeintlichem Abfall und ohne Profi-Equipment Notizbücher machen kann.

Das war mein Ausgangsmaterial – ein Stück eines Versandkartons.

Und so sah der Karton nach etwa 45 Minuten aus:

Nicht so schlecht für olle Pappe aus dem Keller, oder?
Allerdings muss ich gestehen, dass ich ursprünglich ein Notizbuch mit Buchrücken daraus machen wollte, der Wabenkarton sich allerdings in mehrfacher Hinsicht als äußerst störrisch erwies.
Rillen und Stanzen ist kaum möglich, weil man immer gleich Löcher in den Karton sticht. Ich hätte die Pappe eigentlich komplett beziehen müssen, aber dafür fehlte mir die Zeit. Deswegen machte ich eine Junk-Journal-Version daraus. Die hat den Vorteil, dass sie noch einfacher umzusetzen ist als das, was mir ursprünglich vorschwebte.

Junk Journal aus Pappkarton

Material

  • Bastelskalpell
  • Lineal
  • Lochzange
  • Binderinge
  • Papier für die Seiten
  • Locher
  • Washitape
  • Papierreste, um das Cover zu gestalten
  • ein Stück Versandkarton

Aus dem Pappkarton werden mit dem Bastelskalpell zwei gleiche Stücke fürs Buchcover zugeschnitten.

Das Cover kannst du nach Belieben bekleben und gestalten.
Ich habe die Kanten einfach mit Washitape eingefasst und geschaut, was sich im Stapel mit Papierresten befindet.
Alles so lange anordnen, bis es einem gefällt und Papiere auf der Pappe festkleben.

Papier für die Seiten des Notizbuchs zuschneiden (etwa 5 mm kleiner als die Pappe) und lochen.
Eines der gelochten Blätter auf die Coverpappe legen und die gestanzten Löcher mit Bleistift nachmale, dann mit der Lochzange die Löcher für die Binderinge stanzen (bei Wabenkarton ist das eine kleine Herausforderung, versuch das vorher am besten an einem Teststück).
Zweite Coverpappe ebenfalls lochen.

Jetzt musst du nur noch alles auf die Binderinge fädeln: rückseitige Pappe, gelochtes Papier, Cover. Binderinge schließen und fertig ist das upgecycelte Notizbuch.
Wenn an der einen oder anderen Stelle Fragen aufkommen sollten: Eine ausführlichere Anleitung habe ich hier schon mal für ein anderes Junk Journal geschrieben.

Diese Woche war Herbstanfang und das ist doch ein prima Anlass, um sich ein Notizbuch zu schnappen und ein paar Erinnerungen festzuhalten. Oder Gedanken zu sortieren. Oder Ideen aufzuschreiben.
Und wenn du gerade kein Notizbuch zur Hand hast, mach dir eins. Du weißt ja jetzt, dass man das in weniger als einer Stunde schafft, wenn man einen leeren Versandkarton zu Hause hat.

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