Ein kleines Tagebuch selber binden

Was Dankbarkeit mit DIY zu tun hat.

Ich mache den November zu meinem Dankbarkeitsmonat. Jeden Tag will ich mindestens 5 Dinge entdecken und aufschreiben, für die ich dankbar sein kann (ich hatte gerade ein paar freie Tage, da war das nicht schwer :-)).

Dankbarkeit kann man üben (DIY im besten Sinne) und das mache ich nun. Wer dankbar ist, lebt glücklicher. Wenn man sich selbst als beschenkt wahrnimmt, ist man auch anderen gegenüber entspannter. Übrigens muss man nicht erst glücklich sein, um dankbar zu werden, aber Dankbarkeit macht automatisch glücklicher. Spannend, nicht?
All das sind gute Argumente für mein Vorhaben. Aber – jetzt kommt’s – wusstet ihr, dass sich Dankbarkeit auch gesundheitlich bemerkbar macht? Eine kalifornische Studie hat festgestellt, dass dankbare Menschen niedrigere Entzündungswerte und ein gesünderes Herz-Kreislaufsystem haben. (Wer es genau wissen will, findet die Studie bei science daily beschrieben.) Das hat mich dann doch etwas verblüfft. Und bestärkt.

Für diesen Monat habe ich mir extra ein kleines Dankbarkeitstagebuch gebunden. Neue Hefte und Bücher bringen so ein gewisses Etwas mit, das meine Motivation ganz enorm unterstützt. Deswegen beginne ich neue Projekte auch gern mit einem neuen Notizbuch oder Notizheft.
Dieses Heft lässt sich in jede Tasche stecken und überall mit hinnehmen. Für Dankbarkeit „to go“ und möglichst niedrige Hürden, um wirklich dran zu denken.

Jeden Abend schreibe ich nun meine 5 Punkte auf eine Seite.

notizheft-dankbarkeit-innen_klein

Habt ihr Lust, euer eigenes Dankbarkeitstagebuch zu basteln (oder einfach ein paar schöne Notizhefte zu gestalten)?
Das ist gar nicht schwer. Hier kommt die Anleitung.

 

Notizheft mit einfacher Fadenheftungnotizheft-material

Material für ein A6-Heft mit 32 Seiten:

  • Tonkarton oder Kraftkarton im Format A5
  • 4 Blatt Druckerpapier 80g, A4
  • fester Zwirn (z.B. Sternchenzwirn)
  • passende Nadel
  • Falzbein (alternativ ein altes Messer)

Die A4 Blätter halbieren und auf A5 zurechtschneiden. An der oberen Längskante 2 mm abschneiden. An beiden kurzen Seiten je 2 mm abschneiden (das sorgt dafür, dass die Heftseiten später nicht über den Umschlag hinausragen.
Die halbierten Blätter stapeln und den gesamten Stapel zum Heft falten. Den Falz kräftig mit dem Falzbein nachfahren. Das ist der Innenteil des Notizheftes.

Die Mitte des Tonkartons ausmessen und eine Nut rillen. Dafür ein Lineal anlegen und mit der Spitze des Falzbeins eine kräftige Linie ziehen. Wer kein Falzbein hat, nimmt die stumpfe Rückseite eines Messers. Die Rille sorgt dafür, dass der Karton beim Falzen nicht bricht.

Jetzt kommt der schönste Teil: das Cover gestalten. Ich habe ein kupferfarbenes Muster aufgedruckt und meinen Titel dazugeschrieben.

cover-notizheft

Seiten mit dem Umschlag vernähen

Damit ihr den Umschlag mit den Seiten verbinden könnt, müssen erst Löcher für die Heftung vorgestochen werden.

locher-vorstechen

Bei diesem kleinen Format reichen drei Löcher. Das erste Loch stecht ihr mit einer Ahle oder einer Stopfnadel genau in die Mitte des Falzes. Die beiden Hälften teilt ihr wieder und stecht dort ein neues Loch. Die Löcher befinden sich also jeweils am Ende eines Viertels.
Markiert euch die Stellen der Löcher am besten auf einem schmalen Streifen Papier und nehmt diesen dann als Vorlage für den Karton. So sind die Positionen der Löcher deckungsgleich.

Jetzt den Faden abmessen: 2 x die Länge vom ersten bis zum letzten Loch plus 6 Zentimeter.

Legt gefaltenen Seiten in den Umschlag. Mit Nadel und Faden nun zunächst von innen nach außen durch das mittlere Loch stechen. Nun von außen durch das untere Loch zurück nach innen stechen. Jetzt folgt ein langer Stich vom unteren Loch innen bis zum obersten. Dort die Nadel wieder nach außen stechen. Zum Schluss von außen durch das mittlere Loch zurück nach innen stechen.
Dort den Faden straff ziehen (aber nicht so straff, dass das Papier reißt). In der Mitte verknoten und Enden knapp abschneiden. Das sieht dann so aus:
notizheft-nahen-collage
Am Heftrücken sind zwei Stiche zu sehen, im Heftinneren ein langer mit einem Knoten in der Mitte.

Zum Schluss noch einmal kräftig mit dem Falzbein den Rücken des Heftes nachfahren. Und fertig ist das Dankbarkeitstagebuch.

notizheft-fertig2_klein

dankbarkeitstagebuch-fertig_klein

Und was kommt in euer Notizheft?

Wer vom Bücherbinden nicht genug bekommen kann, der findet hier eine Anleitung für eine ganz andere Form: ein Junk Journal.

 

Liebe Grüße

Anne

3 Kommentare

  1. Das sieht total schön aus. Ich habe erst vor ein paar Tagen mit dem Großen Malhefte und Notizbücher gebastelt, aber daran, das Cover selber zu bemalen, haben wir nicht gedacht. Ich bin ganz verliebt in dein Heft.

    • Vielen lieben Dank. Mal- und Notizhefte selber zu basteln, ist immer noch der beste Weg, um genau das Format oder die Seitenanzahl zu bekommen, die man haben will. Und das Cover kann man ja auch später noch bemalen 🙂

  2. Pingback: Wir basteln Mal- und Notizhefte | Home is where the boys are

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