Herbstkranz binden mit Naturmaterialien

Ich liebe den Herbst für all seine Farben, die besondere Stimmung, das Licht und den Nebel am Morgen. Und was ich an ihm auch sehr schätze: Kostenlose Deko gibt es in Hülle und Fülle direkt vor der Haustür. Es braucht nicht mehr als einen Spaziergang durch die Natur.

Was ich bisher noch nie hatte und auch noch nie selbst gemacht habe, ist ein Herbstkranz. Das wollte ich in diesem Jahr ändern und habe mich ohne große Planung ins Projekt gestürzt. So schwer kann es ja nicht sein, einen Herbstkranz zu binden, oder? Tatsächlich ist es das auch nicht. Man sollte im Vorfeld trotzdem ein paar Dinge besser planen als ich.

Ich zeige dir, wie ich meinen Kranz gebunden habe und worauf du achten solltest. Übrigens habe ich zwar schon den einen oder anderen Adventskranz selbst gemacht, mich aber noch nie an andere Jahreszeiten gewagt.

Was passt auf einen Herbstkranz?

Welche Naturmaterialien brauchst du überhaupt für deinen Kranz? Das hängt ein bisschen von deinen Vorlieben ab. Ich halte auf einem langen Herbstspaziergang die Augen nach folgenden Dingen offen: Hagebutten und andere Beeren, Eicheln, Bucheckern, Gräser, interessante Samenstände von Blumen, Ranken, hübsche bunte Blätter … alles, was eine spannende Struktur hat und gut trocknet.

In meinem eigenen Garten habe ich schließlich noch ein paar Hortensienblüten geschnitten. Und natürlich kannst du auch am Blumenstand auf dem Wochenmarkt schauen, ob es Interessantes gibt.

An Ende des Spaziergangs dachte ich, ich hätte viel Material – es hätte aber doch noch mehr sein können. Die wichtigste Regel: Du brauchst immer mehr Material, als du denkst, also lieber zu viel sammeln.

Kranzrohling mit Material zum Binden

Material

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Eine Grundlage für den Kranz

Beim Strohrömer finde ich es besonders bei der Herbstdeko nicht schlimm, wenn hier und da noch etwas Stroh hervorblitzt. Trotzdem habe ich eine Grundlage für die anderen Materialien geschaffen, indem ich eine Lage bunter Blätter auf den Kranz gebunden habe.

Die sollte noch frisch sein, getrocknete Blätter brechen. Es reicht, wenn du sie nur an den Blattenden mit Draht fixierst, in den nächsten Runden wickelst du sie sowieso enger um den Kranz.

Anfangen mit großen Blüten und Eyecatchern

Ich habe mit den Hortensienblüten und den größeren Stücken begonnen, die mit Draht fixiert werden. Die Blüten lege ich immer etwas versetzt auf und wickle den Draht um die Stängel und den Kranz. Die Gräser habe ich zu kleinen Sträußchen zusammengefasst und diese dann aufgebunden.

Ziel der ersten Runde ist es, die größeren Objekte gut zu verteilen, damit der Kranz am Ende auch ringsum interessant aussieht und keine optische Schlagseite bekommt.

Das ist der Stand nach diesem Durchgang.

In diesem Stadium des Kranzbindens bekomme ich immer eine kleine Krise, weil ich überzeugt bin, das der Kranz einfach nur furchtbar wird. Das gibt sich wieder, wenn mehr Material dazukommt.

Der nächste Durchgang: weitere Elemente ergänzen

Im nächsten Durchgang binde ich kleinere Stücke dazu und schaue einfach, wo noch etwas fehlt und was ich noch habe. Jetzt sind noch einige Gräser, Hagebutten und Samenstände dazugekommen und der Kranz hat sich mehr gefüllt.

Da geht aber definitiv noch etwas. Das ergänze ich im nächsten Durchgang mit der Heißklebepistole.

Eicheln, Kastanien & Co festkleben

Runde Fundstücke oder solche mit etwas mehr Volumen lassen sich mit Bindedraht nicht gut am Kranz befestigen. Dafür kommt bei mir die Heißklebepistole zum Einsatz.

Von meinem Spaziergang habe ich hübsche Eicheln und Eichelhütchen, Esskastanien und noch ein paar andere größere Objekte mitgebracht. Die verteile ich in der letzten Runde auf dem Kranz und klebe sie nach Gefühl an die Stellen, wo noch etwas fehlt.

Ganz zum Schluss habe ich noch ein paar kleine Ranken um den Kranz gewunden.

Und so sieht das fertige Stück aus.

Einen Herbstkranz selber zu machen ist also gar nicht schwer. Man muss einfach mutig anfangen, der Rest ergibt sich dann während man Stück für Stück ergänzt.

Der Kranz hängt bei mir übrigens nicht an der Tür, sondern er liegt auf dem Esstisch – und das schon zwei Wochen lang. Die Blüten und Beeren sind mittlerweile alle gut getrocknet. Ich werde nach und nach noch ein paar Dinge ergänzen (durchs Trocknen sind noch ein paar Lücken entstanden), aber mit meinem ersten selbstgemachten Herbstkranz bin ich sehr zufrieden und freue mich jeden Tag daran.

Und falls dir ein eigener Kranz doch zu viel Aufwand ist, dann versuche es mit diesem kleinen Upcycling-Projekt. Für diese hübsche DIY Vase reicht schon ein einzelner Zweig.

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